Motor für die Motorik

Kindertherapie auch im häuslichen Umfeld

(djd/Novotec Medical) 09/2011 – Unser Kind: Womöglich wird seine Bewegungsfähigkeit eingeschränkt oder womöglich besteht die Gefahr, dass es aufgrund einer Erkrankung gar nicht mehr gehen kann. Waren es vor einigen Jahren noch schwerwiegende Krankheiten wie etwa Glasknochenkrankheit (Osteogenesis Imperfecta) oder offener Rücken (Spina Bifida), bei denen das so genannte Galileo Training den Eltern solcher Kinder Hoffnung machte, so sind jüngst eine Vielzahl weiterer Anwendungsbereiche hinzugekommen. So lassen sich inzwischen auch gute Behandlungserfolge bei Zerebralparesen, Spastiken oder muskulären Defiziten bei Frühchen verzeichnen.

Transport unnötig

Denn neben der klassischen Kinder-Physiotherapie wie beispielsweise der Vojta- oder der Bobath-Therapie stellt dieses spezielle Muskeltraining bei einem breiten Spektrum an Krankheitsbildern ein weiteres Behandlungskonzept dar. Ein großer Vorteil davon ist, dass die Therapie durch die Eltern auch im häuslichen Umfeld problemlos möglich ist, da sie einfach und schnell von Fachkräften in der Anwendung geschult werden können. Durch die enorme Muskelstimulation können positive Auswirkungen auf Gleichgewicht und Wahrnehmung festgestellt werden. Das Gehirn wird dadurch ebenfalls aktiver. So fasst Frau Beate Michelfeit, Physio- und Bobaththerapeutin im Integrativen Familienzentrum „Anna Roles“ in Aachen, ihre Erfahrungen zusammen: „Mitunter verzeichne ich bei meinen kleinen Patienten Fortschritte hinsichtlich Propriozeption, Sprache und Kognition, die wahrscheinlich auch auf das Galileo Training zurückzuführen sind“.

Neue Hoffnung

Kinder mit geringem Muskeltonus – also einer geringen Muskelspannung – die noch nie in der Lage waren, sich eigenständig aufzurichten, können beim reflexbasierten Training auf dem speziellen Kipptisch des Anbieters nicht selten zum ersten Mal eine aufrechte Körperhaltung erfahren. Darüber hinaus haben die kleinen Patienten auch viel Spaß an der neuen Trainingsform, da viele Übungen spielerisch in ihren Alltag eingebaut werden können.

Wann wird Galileo® Training in der Pädiatrie eingesetzt?

  • Bewegungsstörungen aufgrund einer frühkindlichen Hirnschädigung
  • Muskelerkrankungen, die mit Muskelschwund oder Muskelschwäche einhergehen, beispielsweise die spinale Muskelatrophie (SMA) oder die myotone Muskeldystrophie
  • Unspezifische Muskelschwäche
  • Zehenspitzengang
  • Rheuma
  • Haltungsprobleme, insbesondere Wirbelsäulenfehlhaltungen wie Rundrücken oder Skoliosen
  • Verhaltensauffälligkeiten mit allgemeiner Bewegungsunlust
  • Glasknochenkrankheit (Osteogenesis Imperfecta)
  • Offener Rücken (Spina Bifida)
  • Down Syndrom

Neuerdings lassen sich gute Behandlungserfolge auch bei Zerebralparesen, Spastiken oder anderen muskulären Problemen verzeichnen. (Foto: UniReha GmbH)

Beim reflexbasierten Training auf dem speziellen Kipptisch können Kinder nicht selten zum ersten Mal eine aufrechte Körperhaltung erfahren. (Foto: UniReha GmbH)

Dieser Artikel wurde uns zur Verfügung gestellt von  Novotec Medical GmbH, www.galileo-training.com

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